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13.03.2019, 16:22 Uhr | Südkurier / Anita Reichart
Hilfe zur Selbsthlife: Sie gründen eine neue Gesprächsgruppe für Depressive
• Initiative der Wolterdinger Lydia Egle und Michael Demond • Großes Interesse an Vortrag motiviert zur Neugründung • Psychische Erkrankung kann jeden Menschen treffen
Zwei Bürger aus dem größten Donaueschinger Stadtteil haben erstmals öffentlich über ihre Depressionserkrankung gesprochen: Jetzt gehen sie den nächsten Schritt.

Lydia Egle und Michael Demond haben vor kurzem im Rahmen eines von ihnen organisierten Vortrages über ihr Problem gesprochen. Und aus eigener Erfahrung gaben die beiden auch zu verstehen, dass hier nicht nur die Betroffenen leiden, sondern auch Partner und Familie. Das Interesse an dieser Veranstaltung war sehr groß. Mehr als 50 Leute, aus Nah und Fern, fanden sich ein, was die beiden als sehr überwältigend empfanden, wie sie sagten. Und der Vortrag von Psychotherapeutin und Ärztin Marianne Kammerer-Hoch sei sehr informativ gewesen. Er habe auch für Gesprächsstoff unter den Anwesenden gesorgt. Schon dabei wurde deutlich: Depressionen sind weit verbreitet. Diese Krankheit erleiden keineswegs nur besonders sensible oder labile Menschen, wie wohl oft vermutet werde. Treffen kann es jeden – Kinder ebenso wie alte Menschen.
Man geht davon aus, dass mindestens jeder Fünfte in seinem Leben einmal von einer Depression betroffen ist; Frauen übrigens häufiger als Männer. Bei Männern ist diese Krankheit immer noch relativ oft ein Tabuthema. Sie verdrängen die Problematik und flüchten öfter als Frauen in Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Die große Resonanz hat Lydia Egle und Michael Demond nun in ihrem Ansinnen, eine Selbsthilfegruppe gründen zu wollen, bestärkt. Starthilfe will den beiden Stefan Blaas geben: Er ist Leiter einer solchen Gruppe in St. Georgen und an dem ersten Abend am 22. März (siehe Infokasten) auch anwesend. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über die Krankheit auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Zudem geben sich Betroffene hier auch ein Stück weit gegenseitig Halt und Unterstützung, machen Mut und spenden Trost. Darüber hinaus bietet eine Selbsthilfegruppe auch die Chance, gemeinsam aktiv zu sein. Gerade für depressiv erkrankte Menschen, die unter Antriebslosigkeit leiden und sich oft aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen, kann der Besuch einer Gruppe dabei unterstützen, wieder aktiver am Leben teilzunehmen. Die Gruppenteilnahme kann zwar nicht heilen, es wird keine Therapie angeboten. Hier treffen sich Menschen mit ähnlichen Problemen oder Krankheiten, und zwar in der Regel ohne professionelle Anleitung. Die Gruppe ist jedoch eine Ergänzung zur Behandlung, so die Initiatoren.
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