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06.09.2018, 10:27 Uhr | Südkurier / Anita Reichart
Keine Ruhe für Wolterdinger Wehr: Weitere Glutnester müssen gelöscht werden
Die Brände vom Wochenende in Wolterdingen erfordern weitere Nachlöscharbeiten. Durch Wind und Eigenwärme entflammt das Heu teilweise wieder aufs Neue.
Die zwei Brände, die am vergangenen Wochenende unter bisher ungeklärten Umständen in Wolterdingen entflammten, halten die ortseigene Feuerwehr weiterhin in Atem. Zwar hatte man die Feuer in stundenlangen Einsätzen gelöscht bekommen. Dennoch mussten nach Aussage der Wolterdinger Feuerwehr am Montag- und Dienstagabend Restglutnester gelöscht werden. Die Gefahr eines erneuten Brandes bestehe jedoch nicht. Währenddessen dauern die Ermittlungen der Polizei an.
An der Brandstelle lodern die Flammen immer wieder auf. Bereits am Montagabend wurde die Feuerwehr deswegen an gepiepst, ebenso am Dienstagabend. Passanten hatten auflodernde Flammennester gesehen.
• Ermittlungen dauern an: Wie Polizeisprecher Dieter Popp bestätigt, geht die Polizei weiterhin von Brandstiftung aus. Allerdings bleibe abzuwarten, ob dich diese Vermutung im Laufe der andauernden Ermittlungen bestätige. "Es gilt beispielsweise zu klären, ob Brandbeschleuniger benutzt wurde", erklärt Popp. Hinweise aus der Bevölkerung seien bisher keine eingegangen. Die Polizei wolle auch versuchen, neue Erkenntnisse über die Jugendlichen zu erlangen, die kurz vor dem Brand im Schrebergarten beobachtet worden waren.

• Feuerwehr stellt sich auf weitere Einsätze ein: "Die Restglutnester, die beim Brand nicht vollständig gelöscht werden konnten, können sich innerhalb einer Woche durch Eigenwärme oder Windbewegung wieder entzünden", erläutert Feuerwehrkommandant Markus Kromer. Allerdings gehe davon keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Der dicke Wasserfilm, der durch die Löscharbeiten auf dem Heu liegt, verhindere eine erneute Brandentwicklung. Dennoch werde die Feuerwehr möglicherweise noch das ein oder andere Mal nachlöschen müssen.

• Was passierte am Wochenende? Bereits am Freitagabend hatte sich ein mit Heu beladener Anhänger entzündet, der an einem Feldweg der Hubertshofener Straße abgestellt worden war. Eine Landfahrergruppe, die in der Nähe lagerte, hatte sich bemüht das Feuer eigenständig zu löschen und zusätzlich die Feuerwehr alarmiert. Diese brachte den Brand nach stundenlangen Löscharbeiten schließlich zum Erliegen. Die Polizei schätzt den am Anhänger entstandenen Sachschaden auf rund 300 Euro.

Ab Sonntagmorgen standen dann unweit des ersten Brandherds zwei mit Heu gefüllte Scheunen in Flammen, die trotz eines erneuten Einsatzes der Wolterdinger Feuerwehr nicht gerettet werden konnten. Sie brannten vollständig ab. Der Schaden wird von der Polizei auf mehrere 10 000 Euro geschätzt. Beinahe zeitgleich hatte es außerdem nur wenige Meter entfernt einen kleineren Brand in einem Schrebergarten gegeben, den die Landfahrer jedoch löschen konnten. Etwa 20 Minuten zuvor waren dort Jugendliche beobachtet worden.
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