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02.09.2018, 11:43 Uhr | Südkurier / Anita Reichart & Guy Simon
Polizei geht von Brandstiftung aus: Kuriose Doppel-Brände in Wolterdingen
Zwei Brände in kurzen Abständen beschäftigen die Polizei in Wolterdingen. Sie geht mittlerweile von Brandstiftung aus. Zuerst war ein Anhänger am Freitag in Flammen aufgegangen, dann brannte es am Sonntagmorgen erneut. Jetzt werden Zeugen gesucht.
Zwei Brände in einem Abstand weniger Stunden erschüttern den Donaueschinger Ortsteil Wolterdingen. Am Sonntagmorgen trieb noch immer weißer Rauch von der Brandstelle in den Himmel. Nachdem bereits am späten Freitagabend ein mit Heu beladener Anhänger in Flammen stand, sind am frühen Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr, zwei etwa 15 Meter und zehn Meter breite Heuhütten den Flammen zum Opfer gefallen. Die Polizei geht nun von Brandstiftung aus.
Aus der Ferne sichtbar, der Brandgeruch treibt bis in benachbarte Orte: Neben der Straße von Wolterdingen in Richtung Bruggen stehen die beiden Hütten in Flammen. | Bild: Anita Reichart
• Was passierte am Freitag? Wie die Polizei anfangs vermutete, habe sich ein, im Bereich einer Hütte an einem Feldweg der Hubertshofener Straße abgestellter und mit Heu beladener Lastwagen-Anhänger selbst entzündet. Wohl durch Gärungswärme, so der Verdacht. In der Nähe lagere eine Landfahrergruppe, die gegen 21.30 Uhr den Brand bemerkt haben soll und die Feuerwehr zur Hilfe rief. Laut Polizei habe die Gruppe versucht, bis zum Eintreffen der Feuerwehren, den Brand selbst in den Griff zu bekommen. Hierbei zogen sich sechs Personen leichte Rauchgasvergiftungen zu, eine Person erlitt am Arm eine Brandverletzung. Es sei schließlich der mit sieben Fahrzeugen und etwa 70 Mann eintreffenden Feuerwehr der Abteilungen Wolterdingen und Donaueschingen gelungen, den Heu-Brand unter Kontrolle zu bekommen. Der durch das Feuer am Anhänger entstandene Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 300 Euro belaufen. Die leicht verletzten Personen wurden mit vier am Brandort eintreffenden Rettungswagen vorsorglich und zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht, während die übrigen Glutnester des mittlerweile vom Anhänger abgeladenen Heus noch vollends von der Feuerwehr gelöscht wurden.

Was passierte am Sonntag? Nach der Aufregung am Freitag, ging nur einige Stunden später erneut der Feuerwehralarm los. Erneut in Wolterdingen, erneut neben der Straße in Richtung Bruggen. Dieses Mal standen allerdings zwei mit Heu gefüllte Scheunen in Flammen. Für sie kam allerdings jede HIlfe zu spät und sie brannten vollständig ab. "Zunächst gingen wir von einer Selbstentzündung aus, jetzt vermuten wir allerdings Brandstiftung", sagt Polizeisprecher Dieter Popp.

• Brandstiftung vermutet: Einerseits zwei Vorfälle innerhalb kurzer Zeit, noch dazu quasi am selben Objekt, das sei schon verdächtig. Außerdem habe es in unmittlebarer Nähe einen weiteren, kleineren Brand gegeben. Bei Eugen Murr, der in der Nähe des Brandobjektes einen Schrebergarten besitzt, hat ein Holzhaufen Feuer gefangen, den die Landfahrer gelöscht haben, erzählt Murr. Schließlich wurden, etwa 20 Minuten bevor die Flammen emporzüngelten, fünf Jugendliche dort beobachtet. "Wir müssen jetzt abwarten, was die Ermittlungen ergeben", so Popp weiter. Die Kriminalpolizei habe sich der Angelegenheit angenommen, Sachverständige untersuchen den Brandort.
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