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08.06.2018, 11:34 Uhr | Südkurier / Anita Reichart
Schwerer Verlust für die Fasnet: Die Wolterdinger Fanfaren verstummen
Die Musiker stoßen nicht mehr ins Horn: Zuwenig Personal führt schlussendlich zum Aus.
Wolterdingen ist um einen Klangkörper ärmer. Die Trommeln und Fanfaren sind verstummt. Der Fanfarenzug, eine Untergruppe des Fasnetvereins Bregtal-Glonki, musste nun wegen Spielermangels stillgelegt werden. Und wenn man so in die Runde hört, wird sich dies wohl auch nicht mehr so schnell ändern. Von den zuletzt 15 Aktiven ist nur noch eine gute handvoll übrig. Berufliche Gründe wie Auslandsaufenthalte und auch persönliche Gründe fordern ihren Tribut.
Solch ein Foto wird nicht mehr so schnell zu sehen sein. Jana Hirt (vorne) hätte gerne noch weiter mit ihren Kollegen den Wolterdinger Fanfarenzug zum Klingen gebracht – doch jetzt ist Schluss.
Im Rahmen des Dorffestes 2004 blickte der Fanfarenzug, damals mit 18 Aktiven, auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Eigentlich eher unauffällig und geradezu beiläufig war der Start in die Vereinstradition. Im Frühjahr 1961 hatten sich zehn Männer der Bregtal-Glonki erstmals mit Marschtrommeln an der Fastnacht im Dorf beteiligt. Die Zahl sank, aber die drei Verbliebenen waren bis 1970 ein fester Bestandteil beim Wecken und beim Umzug. 1973 gelang es dem damaligen Oberglonki Ludwig Quadt, wieder einen Trommlerzug auf die Beine zu stellen, der über die Hohen Tage immer sehr rege war. Mitte 1974 konnte er dann zahlreiche Jugendliche für die Fanfarenausbildung gewinnen. Der Klangkörper war auf enorme 32 angewachsen. Anfangs fusionierte er mit Donaueschingen, und bald darauf machte er sich selbstständig. Fanfarenspielerin Jana Hirt – sie hatte die vergangene Fasnacht mit Ron Willmann das Zepter in der Hand – bedauert nun die Auflösung. "Es ist schade, ich hätte noch gerne weitergemacht. Aber wir sind nun in einem Alter, in dem sich unsere Wege trennen, aus welchen Gründen auch immer. Auch wenn sich jetzt einige Interessierte melden würden, müsste erst jemand gefunden werden, der die Ausbildung übernimmt", erklärt sie. Es scheint also schwer zu sein, Spielfertige zu finden. "Ein paar junge Übriggebliebene werden jedoch den Bregtal-Glonki treu bleiben, und eventuell wird man sich in zwei Jahren doch wieder finden", fügt sie an. Eine schwierige Zukunft sieht auch Jutta Zwick, die um die 30 Jahre Fanfarenspielerin war, für den Verein: "Die heutige Jugend hat viel mehr Freizeitmöglichkeiten als wir damals. Wir waren stolz und froh, einem Verein anzugehören. Er war uns wichtig und hat uns viel bedeutet, sodass ich immer schon eine Viertelstunde vor Probenbeginn auf der Matte stand". Die nächste Zeit wird also die heimische Musikkapelle alleine für das Wecken und die weiteren Vormittagsaktivitäten am Schmutzigen Donnerstag zuständig sein.

Bregtal Glonki
Der Fanfarenzug ist eine von vier Unterabteilungen des Narrenvereins Bregtal Glonki Wolterdingen. Die weiteren sind die Elferräte, die Müller-Paare und die Stoa-Klopfer. Der 1957 gegründete Verein hat derzeit 71 aktive Mitglieder und gehört der Schwarzwälder Narrenvereinigung an.
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