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04.06.2018, 19:52 Uhr | Südkurier / Anita Reichart
Die Wolterdinger Bogenfreunde sind auferstanden aus den Fluten
Im Januar versank das Vereinshaus im Wasser. Doch die Vereinsmitglieder packten gemeinsam an – mit Erfolg.
Die Bogenfreunde aus dem größten Donaueschinger Stadtteil gehen nicht unter. Obwohl ihnen das Wasser vor wenigen Monaten sprichwörtlich schon bis weit über den Kopf stand, spuckten die Mitglieder in die Hände und richteten ihr Vereinsdomizil wieder her. Seit 2004 nutzen die Freunde von Pfeil und Bogen ein etwa 4000 Quadratmeter großes Trainingsgelände im Elsenspitz hinter dem Hochwasserrückhaltebecken, das ihnen die Stadt überlassen hat. Und dies ist der springende Punkt: Es liegt also inklusive Vereinshäuschen im Flutungsgebiet. Dies störte die Bogensportler in der Vergangenheit nicht. Auch die Tatsache, dass sie im Ernstfall auf keine Entschädigung hoffen könnten, ließ sie kalt.
Die Bogenfreunde hoffen, dass sich sollch ein Anblick nicht mehr so schnell wiederholt.
Doch mit welch fast unglaublicher Macht die Realität ausfallen kann, erlebten die aktuell 50 Mitglieder vom 4. auf den 5. Januar diesen Jahres. Dieses Szenario bleibt für sie unvergesslich. Vorsitzender Johann Fischer kann sich noch genau an den Tag erinnern. "Es regnete wie schon tags zuvor fast ununterbrochen. Die Breg stieg und stieg". So langsam bekam er ein mulmiges Gefühl und verständigte seine Vereinskollegen. "Um 16.30 Uhr begannen wir, unsere Unterkunft auszuräumen. Um 17.45 Uhr kam der Anruf des Regierungspräsidiums, dass um 18 Uhr mit dem Einstau begonnen wird". Die Bogenfreunde hoffen, dass sich sollch ein Anblick nicht mehr so schnell wiederholt. Am anderen Tag sah man dann die Bescherung. Das heißt, eigentlich sah man fast nichts mehr. Vom Häuschen ragte das Dach noch etwas aus dem Wasser, und einige Zielscheiben und sonstiges Zubehör schwammen wie Schiffchen auf der glänzenden Oberfläche. Das Ausmaß des Einstaus war gewaltig: Die Hütte blieb zwar stehen, hat sich aber um 15 Zentimeter verschoben und muss nun noch in einer größeren Aktion wieder angeglichen werden. Das Wasser stand im Vergleich zum Probestau 2012 (1,80 Meter) 3,70 Meter hoch. Das Wasser riss eine massive Tür aus den Angeln, versetzte den Balkenrasenmäher an einen anderen Platz und richtete weitere Schäden an. Aber die Aufräumarbeiten gehen mit Elan voran. In der Hütte sieht es soweit wieder gut aus und der Vorsitzende hat jetzt mit einer 12 Volt LED-Campingbeleuchtung für gute Sicht gesorgt.

Der Verein
Die Bogenfreunde gehören dem Deutschen Feldbogen-Sportverband an und haben ihr Ziel immer im Visier. Bis zum Jahresende rechnen sie mit einem Mitgliederstand von 60 Aktiven. Ihr jüngstes Mitglied ist aktuell der vierjährige Nick aus Aufen, was Sportwart Elmas Scheu sehr freut. An Fronleichnam waren sie Gastgeber beim 4. 3D-Bogenturner, an dem 177 Bogensportler teilnahmen. (rei)
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