Gedichte
Wolterdinge, ech ha dech gern


Mir hond no nia än Kaiser krönt,
än König köpft, än Fürscht verhöhnt.
Historisch gsäa sind mir kon Stern,
doch Wolterdinge – ech ha dech gern.

Bi iis do gitts koa Prachtsallee,
iis fehlt än Dom mit Bischofssitz fürs Renomee.
Drum ligt iis jedes Agäah fern,
doch sei’s wias well, ech ha dech gern.

Ä Kerche hond mir – vertraut – mit vill Platz,
denn leider predigt dä Pfarrer halbe fer d'Katz.
Mir hond ä Roothuusverwaltung, die guet funktioniert,
miteme Ortsschef, der souverän regiert.
Mir hond au noch gottlob Mexer-, Beck- und Lebensmittel-Läde,
sogar än Demeter sorget fer ä g'sundes Läbe.
Und bruuscht du Geranie, Setzling, än Chrischtbomm oder än Trauerkranz,
dä Gärtner unnä macht nia Vakanz.

Willscht du ämol nicht selber koche, no gang gi esse,
im „Falke“ und i dä „Sunne“ gitts Delikatesse.
Und wenn mer wett ä räacht Veschper ha,
no kehrt mer im „Schwarze Bue“ hinnä aa.

Über D’Schliif- und dia alt ehrwürdig Bruck
kummt mer vo hänne – dänne, dorri und wieder z’ruck. –
Dä Hochwasserdamm ischt fer iser Oat ä Attraktion,
vor Schade bewahrt er ä ganze Region. –
Des schnucklig Schwimmbad mög iis d’Stadt erhalte,
des dä Harder & Co so super duet verwalte,

Aber s’Wertvollscht ischt doch isere wittflächige, sonnige Natur,
fruchtbare Äcker, Hecke, Wald und Flur.
Vom Ooseberg, vo dä Roßwoad und vo dä Gräninger Höh
hätt mer an herrlich freie Blick –juchhe!
Und i iserm scheene Weiher hinne
dond d’Fisch und d’Ente drin ummeschwimme.
Dä Biber naget dert mit großem Spaß
und legt reihewiis d’Bäumm und d’Schtudä um is Weiher-Naß.
Doch Herr, verschon iis vorm Wolf und au vom Luchs,
mir hond scho gnueg a dä Wildsuu und am Fuchs.
Denn mir wänd scho selber dä Reh- und Schoofbrootä esse
und lond iis däsell nicht vomme Wolf äwägfresse.

Vollendet bischt du Wolterdinge, gwiß Gott nit,
doch kascht mer sage, wa dä witt:
Am End isches schließlech doch dä Mensch,
dä Nochber, än Freund, halt däsell, wo d’kennsch,
än Mensch, der zue der änni schtoht
und au ämol froget, wias der goht,
än Mensch, wo mit dir brielet und mit dir lacht,
sell isches doch, wa ä Gmond liebenswert macht.

Aber oas ischt secher: S'ischt nit guet,
wenn onner überzwerris duet.
Als Chrischt sott mer doch dä Friedä sueche,
nu so kinnet mir dä Himmel bueche,
Wenn des beherzigt word
i iserm scheene Hoamet-Ort
und du so vo Wolterdinge denkscht
und nit nu all dä stur Hals verrenkscht
noch ebbis, wo mir halt no nit hond
wenn’s au än manche Bürger mont.

No saischt au du:
Doch, es kaa sech lohne,
z’Wolterdinge läbe, z’Wolterdinge wohne.



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