Geschichte
Wurzeln reichen ins Jahr 771

Entstehung

In der alemannischen Landnahme wurde die Baar besiedelt. Das ist heute aus den Ortsnamen zu entnehmen, die mit der Endung "-ingen" entstanden sind. In diese Zeit reicht auch die Gründung von Wolterdingen zurück. Bei diesen Niederlassungen entstand in der Regel ein größerer Hof, der dem Führer des Dorfes, dem Sippenvorstand, gehörte. Aus ihm ging in späteren Jahrhunderten der Fron- oder Maierhof hervor. Der Name dieses Hofes ging auf die Siedlung über. Nach dem Besitzer dieses Hofes wurde das Dorf benannt. So hieß der Gründer von Wolterdingen "Wulthard" und der Name des Dorfes bedeutet Siedlung des "Wulthard". Es gibt keine Unterlagen, die Aussagen, wie groß Wolterdingen damals war.

Nach der Gründung der Klöster St. Gallen und Reichenau begann für die Baar die Zeit der schriftlichen und urkundlichen Quellen. In Urkunden dieser beiden Kloster sind die meisten Orte der Baar urkundlich genannt. Noch vor den Städten Villingen (817), Schwenningen (817) und Donaueschingen (889) wird Wolterdingen mit Datum vom 02. Mai 771 erstmals in einer St. Gallener Schenkungsurkunde genannt.
In dieser Urkunde steht: "Im Namen Gottes. Ich, Sighihar, fasste den Plan, für mein Seelenheil oder zu meinem ewigen Lohn etwas zu meinen Gütern dem Kloster St. Gallen, wo er selbst körperlich ruht, zu schenken. So tat ich auch. Daher schenke ich und übertrage ich diesem Kloster St. Gallen im Gau der Bertholdsbaar im Dorf namens Wultardingen eine Hube mit allem, was dabei liegt und dazu gehört, das heißt, Hütten, Gebäuden, Feldern, Wäldern, Wiesen, Weiden, Wassern und Wasserläufen und zwar so, dass ich diese Hube für meine Lebenszeit an mich zurück nehme und davon jährlich einen Zins zahle, nämlich einen Karren Korn..."

Zweifellos war dieser Sighihar ein freier und begüterter Alemanne. Er ist der erste und namentlich bekannte Einwohner aus Wolterdingen. Der Ort zählte zur Adalhartsbaar, dem damaligen Verwaltungsbezirk.

Wolterdingen hat eine von Schicksalsschlägen geprägte Vergangenheit. Brand Brandkatastrophen in den Jahren 1856, 1901 und 1923 sorgten für schwere Zerstörungen im Dorf. Eines der härtesten Schicksalsschläge wurde der Bombenangriff am 22. Februar 1945.
Dieser Tag wurde zum Schlimmsten der Wolterdinger Geschichte. Bombenangriffe der Alliierten griffen das Dorf um die Mittagszeit an.
Die Bilanz des Schreckens: 28 Menschen starben, 18 Häuser - darunter die Pfarrkirche und das Schwesternhaus - wurden zerstört.
Insgesamt fielen 81 Bomben auf Wolterdingen. 25 verfehlten das Wohngebiet und schlugen im freien Feld ein. Doch so hart der Fliegerangriff die Gemeinde traf, der Lebensmut der Wolterdinger blieb in Takt.

Pfarrer Werner Glatz, damals Seelsorger in Wolterdingen leitete gleich nach dem Angriff den Wiederaufbau der Pfarrkirche ein. Drei Jahre später, nach mühevoller Bauzeit, wurde das jetzige Gotteshaus eingeweiht.
Aber auch unter den anderen Dorfbewohnern war ein großer Wiederaufbauwille vorhanden. Sorgen bereitete damals nur das notwendige Baumaterial.
Bis zum heutigen Tag wird der 22. Februar, vor allem von den älteren Einwohnern noch als Gedenktag begangen

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