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05.01.2018, 12:34 Uhr | Südkurier /Günther Vollmer, Stephanie Jakober
Donaueschingen Hochwasser: Entwarnung an Brigach, Breg und Donau
Der Höhepunkt des Hochwassers an Brigach, Breg und Donau scheint überwunden. Derzeit ist kein weiterer Anstieg der Pegelstände zu erwarten.
Aufgrund des anhaltenden Niederschlages in den vergangenen Tagen fand sich heute der Koordinierungsstab Kommunikation des Landratsamtes zu einer kurzen Lagebesprechung zusammen. Kreisbrandmeister Florian Vetter gab den Beteiligten einen Überblick über die Ereignisse in den vergangenen 72 Stunden und die aktuelle Lage. Der Höhepunkt scheint überwunden, derzeit ist kein weiterer Anstieg der Pegelstände zu erwarten, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Landrat Sven Hinterseh zeigte sich beruhigt, im Hinblick auf die Auswirkungen der Ereignisse: „Die aktuelle Lage hat gezeigt, dass die in den vergangenen 20 Jahren ergriffenen vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen, insbesondere das Hochwasserrückhaltebecken bei Wolterdingen, gewirkt und somit dazu beigetragen haben, dass insbesondere die Bereiche Hüfingen, Bräunlingen und Donaueschingen vor schlimmeren Schäden bewahrt wurden. Ein Dank gilt allen Ehrenamtlichen, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, sowie allen Helferinnen und Helfer im Hauptamt für ihr großartiges Engagement und die zahlreich abgeleisteten Einsätze in den vergangen Tagen.“
Das Rückhaltebecken vor Wolterdingen hat Schlimmeres verhindert. Bild: Roger Müller
Bis auf die Sperrung der Straße zwischen Aufen und Grüningen sowie die Sperrung der Landesstraße mit Spundwänden beim Wolterdinger Rückhaltebecken sowie in Pfohren beim Fischerheim sei für die Donaueschinger Wehr sowie einem nächtlichen Einsatz in Aufen im Bereich wegen eines überquellenden Gully beim Probenlokal keine Arbeit angefallen, meinte Pressesprecher Philippe de Surmont. Durch den Einsatz des Rückhaltebeckens habe man den Pegel der Breg stabil halten können und die Sicherungsmaßnahmen entlang der Brigach seien so gut, dass im Stadtgebiet Donaueschingen keine Schäden auftraten. "Durch die technischen Warnsysteme waren wir immer über die Pegelstände in Hammereisenbach, Unterkirnach oder Villingen informiert. Zusätzliche Informationen lieferte die Pegelkarte im Internet. Entsprechend hätten wir dann eingreifen können", meint de Surmont. Wolterdingens Ortsvorsteher Reinhard Müller geht davon aus, dass die Straße ins Bretal noch bis Mitte der Woche – eher bis Ende – gesperrt bleiben wird. "Erst einmal muss das Wasser abfließen", erklärt er. Anschließend stünden Aufräumarbeiten an, da viel Äste und Baumstämme mit den Wassermassen ins Hochwasserrückhaltebecken gespült wurden. "Und dann muss ein Geotechniker die Straße untersuchen, ob sie nicht unterspült worden ist", erklärt der Ortsvorsteher. Mit Blick auf die Hochwassersituation in Wolterdingen zieht Müller den Vergleich zu 2004. "Da kam annähernd gleich viel Wasser das Bregtal hinunter", blickt er zurück. Allerdings gab es damals noch kein Rückhaltebecken. In Wolterdingen standen der Anger und das Gewerbegebiet unter Wasser. Auch der Hubertshofener Straße drohte die Überflutung. "Dann hat sich das Wetter aber gedreht." Dieses Mal könnten die Wolterdinger entspannt bleiben. "Es wäre ja auch fatal, wenn 23 Millionen Euro ausgegeben werden und es nichts bringt", sagt Müller und fügt hinzu: "Wir sind froh, dass wir das Rückhaltebecken für solche Situation haben." Noch nie habe es im Rückhaltebecken einen so hohen Wasserstand geben. Noch nicht einmal bei der Probestauung 2012. Denn damals wurde das Wasser frühzeitig wieder abgelassen, weil sich starke Regenfälle angekündigt hatten und dafür das Becken geleert wurde. Und auch im Februar 2014, als der Durchlass schon einmal gesperrt wurde, hatte sich nicht so viel Wasser angestaut. "Dort hatten wird das Becken, die Straße konnten wir aber auflassen", blickt der Wolterdinger Ortsvorsteher zurück .
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