Aktuelles
30.10.2017, 07:19 Uhr | Südkurier / Albert Bantle
Erstmals führt eine Frau die Schwarzwälder Narren
Die 1971 gegründete Schwarzwälder Narrenvereinigung wählt Anne-Rosel Schwarz beim 45. Herbstkonvent in Niedereschach zu ihrer Präsidentin. Sie folgt auf Gerd Kaltenbach, der nicht mehr kandidierte und neuer Ehrenpräsident ist. Bei der Versammlung kamen al
Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte wird die 1971 gegründete Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) nun von einer Frau als Präsidentin geführt. Beim 45. Herbstkonvent am Samstag in der Fischbacher Bodenackerhalle wählten 44 der anwesenden 46 Zünfte die bisherige Brauchtums-Beisitzerin und Sprecherin des Brauchtumsausschusses, Anne-Rosel Schwarz aus Donaueschingen-Wolterdingen, zur neuen Präsidentin. Schwarz folgt auf den verdienstvollen bisherigen Präsidenten, Gerd Kaltenbach aus Triberg-Nußbach, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Er wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet und von Vizepräsident Karlheinz Bähr zum Ehrenpräsidenten der SNV ernannt. Zudem erhielt Kaltenbach für seine besonderen Verdienste den SNV-Wappenteller.
Neu formiert hat sich das Präsidium der Schwarzwälder Narrenvereinigung (von links): Vizepräsident Karlheinz Bähr, die neue Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, Chronist Jörg Schade, der bisherige Präsident Gerd Kaltenbach, die wiedergewählte Kanzelarin Bianca
Seit 2003, also 14 Jahre lang, zunächst als Chronist, dann als Kanzelar und seit 2008 als Präsident, gehörte Kaltenbach dem Präsidium der SNV an. Für den am Samstag von allen Seiten hoch gelobten und geschätzten Mann schloss sich damit in Fischbach ein Kreis: 2008 wurde er in der Bodenackerhalle zum Präsidenten der SNV gewählt und 2017 gab an nun an gleicher Stelle diese Präsidentschaft wieder ab. Auch wenn es allen sichtlich schwer fiel, Kaltenbach nun ziehen zu lassen, war man sich doch einig darin, dass dessen Gesundheit nun einmal Vorrang habe. Und bei der Ernennung zum Ehrenpräsidenten stand Kaltenbach die Freude ins Gesicht geschrieben, als er sagte, dass er durch die Ehrenpräsidentschaft nun "doch noch ein bisschen dabei sein darf." Die neue Präsidentin, Anne Rosel Schwarz, die seit sieben Jahren als Brauchtumsbeisitzerin und Sprecherin des Brauchtumsausschusses dem Präsidium angehört, wies in ihrer Antrittsrede darauf hin, dass sie sich nie habe vorstellen können, einmal Präsidentin der SNV zu werden. Mit Blick auf ihre künftige Arbeit wies Schwarz darauf hin, dass für sie die SNV aus Vereinen bestehe, wo jeder jeden respektiere. Sie sei auch bei Problemen immer zu einem Gespräch bereit und könne mit Kritik, die ja auch konstruktiv sein könne, gut umgehen. "Ich werde auf meine Art und Weise die gemeinsame Arbeit weiterführen. Gemeinsam Fastnacht feiern macht viel mehr Spaß", so Schwarz. Breit gestreut waren am Samstag nach der offiziellen Begrüßung durch Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg, Fischbachs Zunftmeister Christoph Droxner und der Eröffnung des Konvents durch Gerd Kaltenbach, die Themen des Konvents. Das reichte von der Aufnahme neuer Gast – und Anwärterzünfte, über Verabschiedungen, Ehrungen, Ernennungen und dem Totengedenken bis hin zu den Neuwahlen, Abstimmungen über Häsänderungen und der Vergabe von Veranstaltungen. Zur Sprache kam allerdings auch die zurückliegende Arbeitssitzung der SNV in Hochemmingen, die unerfreulich verlaufen sein muss. Der bisherige SNV-Präsident Gerd Kaltenbach bezeichnete dort gemachte Ausführungen als "indiskutabel" und empfahl: "Selber machen statt von anderen etwas wünschen." Die sichtlich aufgewühlte Kanzelarin, Bianca Weber aus Geisingen–Gutmadingen, ergriff das Wort, wobei ihr das Sprechen schwer fiel. Unstimmigkeiten gebe es überall einmal. Dinge, die teils bis zu vier Jahre zurückliegen, sollte man irgendwann einmal aber auch "abhaken" können. "Jeder kann in eine Situation geraten wo er sich entscheiden muss. Man muss aber auch einmal vergeben und vergessen", so Weber, daran erinnernd, dass in der SNV alle ehrenamtlich tätig seien. Der riesige Applaus für Weber und die einstimmige Wiederwahl der Kanzelarin ließ die Hoffnung aufkommen, dass die Botschaft von Weber bei den Zunftvertretern angekommen ist. Das Präsidium wurde einstimmig entlastet. Nach dem dreistündigen Versammlungsmarathon konnten sich die Zunftvertreter beim Zunftmeisterempfang entspannen. Danach folgte ein Abendprogramm, das alle Narrenherzen höher schlagen ließ. Die neuen Anwärterzünfte präsentierten sich dabei von ihrer besten Seite. Die Narrenzunft Fischbach begeistere mit einem närrischen Programm und gab Einblicke in die Fischbacher Fasnet. Die Band Pop Alpin heizte die gute Stimmung weiter an und im Bar-Zelt ging es ebenfalls hoch her.

Narrenvereinigung
Zusammen mit den nun aufgenommenen Gast – und Anwärterzünften zählt die Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) aktuell 53 Mitgliedszünfte. Als Gastzunft aufgenommen wurde am Samstag (in Klammer jeweils die dazugehörende Patenzunft), der Narrenverein Ziegel-Buben Schwenningen ( Hexenzunft Villingen). Als Anwärterzünfte aufgenommen wurden die Urviecherzunft Bad Dürrheim (NZ Hochemmingen), die NZ Bergesel Fürstenberg (Gauchenzunft Döggingen) und die Eschachdeifel Niedereschach (NZ Dauchingen).
Ortsverwaltung Wolterdingen
Ortsvorsteher Reinhard Müller
Hauptstraße 1
78166 Donaueschingen
Stadtteil: Wolterdingen

Sprechzeiten Ortsvorsteher:

Montag 17.30 - 19.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung


Verwaltungsangestellte
Christa Fehrenbach

Öffnungszeiten Ortsverwaltung:

Montag 09.00 - 12.00 Uhr und 17.00 - 19.00 Uhr
Mittwoch 09.00 - 12.00 Uhr
Freitag 09.00 - 12.00 Uhr

Forstrevier
Hans-Peter Fesenmeyer

Sprechzeiten Revierleiter  :
jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 19.00 - 20.00 Uhr