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07.10.2017, 10:20 Uhr | Schwarzwälder Bote / Anita Reichart
Gewerbeflächen machen Hochwasserschutz erforderlich
"Achtung Baustellenausfahrt": Auf dem Gelände neben dem Gasthaus "Sonne"-Parkplatz in Wolterdingen herrscht emsige Betriebsamkeit. Es werden große Stahlplatten über die Wiese in Richtung Breg verlegt, und Lastwagen liefern überdimensionale Metallrohre an. Aufgrund einer Renaturierungsmaßnahme müssen eine Behelfsbrücke sowie eine Zufahrt von der Hauptstraße aus über die Breg geschaffen werden. Um technische Geräte auf die "Insel" zu bekommen und den Aushub abzutransportieren, sind diese Bauarbeiten nötig. Sie hängen mit dem am 8. November 2016 vom Gemeinderat Donaueschingen beschlossenen Bebauungsplan "Längefeld III mit neuer Zufahrt" zusammen. Mit der planungsrechtlichen Ausweisung dieses Gewerbegebietes zwischen dem Hochwasserrückhaltedamm und dem bestehenden Gewerbegebiet Längefeld I und II wurde auch ein Teil der seit 1998 als Rechtsverordnung erlassenen Hochwassergefahrenkarten überplant. "Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens war die Hochwassergefahr in diesem Bereich zwar gebannt, die Rechtsverordnung von 1998 hatte jedoch nach wie vor Bestand. So kam es, dass man diesen rein formalen Eingriff in eine alte, und nicht mehr die Realität abbildende Hochwassergefahrenkarte jedoch real ausgleichen musste. In einer aufwändigen wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigung wurde der Stadt Donaueschingen schließlich erlaubt, das fiktiv verlorengegangene Retentionsvolumen von 967 Kubikmetern auf einem städtischen Flurstück der Breginsel auszugleichen", erklärt Jens Tempelmann vom Stadtbauamt.
Aufwendige Vorarbeiten begleiten die Renaturierungsmaßnahme "Insel" in Wolterdingen.
Neben weiteren vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen muss also zunächst diese Retentionsmaßnahme, die aufgrund naturschutzrechtlicher Bestimmungen ausschließlich im frühen Herbst stattfinden kann, erledigt werden, bevor Gewerbeflächen im Längefeld III erschlossen werden können. Die Maßnahme soll noch im Oktober fertiggestellt sein. Nachdem der Aushub abgefahren wurde, wird der Retentionsbereich renaturiert und die Behelfskonstruktionen werden zurückgebaut. Die Schaffung von Retentionsflächen ist eine Hochwasserschutzmaßnahme. Die Ausbreitungsflächen bei Überschwemmungen werden als Retentionsflächen bezeichnet. Sie können entweder künstlich durch wasserbauliche Maßnahmen angelegt werden oder sie sind eine natürliche Gegebenheit. Aufgabe der Fläche ist der Rückhalt des Abflussvolumens während eines Hochwassers.
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