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09.05.2017, 17:40 Uhr | Reinhard Müller
Wanderung auf historischen Pfaden vom Zindelstein über Thierstein nach Laubenhausen zum Krumpenschloss
..unterwegs auf spärlichen Spuren der keltischen Besiedlung im Bregtal
Am vergangenen Sonntag, 07. Mai 2017 unternahm der Schwarzwaldverein Schonach unter der Leitung von Wolfgang Schyle und seiner Frau eine Geschichtswanderung auf den Spuren der keltischen Besiedlung im Bregtal vom Schwarzen Buben in Wolterdingen-Zindelstein zum Krumpenschloss und zur sagenumwobenen versunkenen Stadt Laubenhausen.
Ältester Grenzstein der Stadt Donaueschingen aus dem Jahr 1589
Herr Schyle informierte die Gruppe zu Beginn kurz wie sowohl die Burg Zindelstein als auch das Gasthaus „Zum Schwarzen Buben“ zu ihrem Namen kamen. Er machte Ausführungen zum 400 Jahre alten Zindelsteiner Kreuzweh-Bildstöckle und beschrieb die Hoffnungen, die die Menschen mit einer Pilgerwanderung zum Bildstöckle für ihre Rückenleiden verbanden. Informationen gab es unterwegs zu den Felsen Totenkopf und Thierstein , zu den keltischen Grabhügeln, dem Laubenhauser Brunnen, der sagenumwobenen Stadt Laubenhausen und dem sogenumwobenen „Krumpenschloss“. Letzteres ist eigentlich ein bis jetzt kaum erforschtes Objekt. Früher kursierten dafür auch die Namen „Altfürstenberg“ oder das „Alte Schloss“. Vermutungen lassen den Schluss zu, dass es sich bei dem Krumpenschloss mit den Abmessungen 150 auf 80 Meter ein Bauwerk aus der Keltenzeit handelt. Die Mauer, eine Art „Holzkammermauer“, ist von der Bauweise weder den Römern, noch dem Mittelalter zuzuordnen. Die Kelten besiedelten 800 bis 450 vor Christus in der älteren Eisenzeit die hiesige Raumschaft. Seit 2006 ist das Krumpenschloss vom Landesdenkmalamt Freiburg in die Liste der zu schützenden Kulturdenkmäler eingetragen. Bei den bisherigen Forschungen wurden etliche Gruben in der Nähe gefunden, die von einem Tage-Erzabbau stammen könnten. Im eineinhalb Kilometer entfernten Laubenhausen befanden sich ebenfalls Eisenerz-Bergwerke. Doch welche Funktion hatte das Krumpenschloss? Denkbar ist, dass es zur Sicherung der Furt beim Fischerhof und zur Sicherung Laubenhausens diente. Es besteht auch die Hypothese als Kultplatz. Das Krumpenschloss ist in Ost-West-Richung wie christliche Kirchen angeordnet. Sicherlich bestand in früheren Zeiten auch eine überragende Übersicht vom Krumpenschloss aus, als noch freie Sicht in die weitere Umgebung bestand. Inzwischen ist das Krumpenschloss mit einem stattlichen Fichtenwald überzogen. Neben Grabhügeln und Mauerresten entdeckten wir völlig abgelegen, versteckt mitten im Wald den ältesten Grenzstein der Stadt Donaueschingen aus dem Jahre 1589 mit der Inschrift "Tonesi/goa" = Donaueschingen. Grenzsteine zeigen neben der Scheidkerbe für die Grenze zwischen den Gemeinden auch die Grenzen zwischen den Landkreisen auf. Und somit kann man sagen, kam während der Wanderung viel Interessantes zu Tage, es wurde viel gefachsimpelt und es fanden gute Gespräche auch anschließend bei einem Vesper im „Schwarzen Buben“ statt. Abschließend war man sich sicher, dass nur Grabungen unter fachlicher Anleitung Aufschluss über die tatsächlichen Hintergründe dieser markanten Geschichtsspuren bringen und sicherlich auch interessante Gegenstände zum Vorschein kommen könnten.
Jedenfalls hochinteressant und ein  lohnenwertes Ziel.

Siehe auch Lichtbilder unter Bildergalerie!!!

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