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04.05.2017, 14:11 Uhr | Südkurier / Aniuta Reichart
Mariengrotte in Wolterdingen geht in neue Pflege über
Rita Neininger gibt ihr Amt nach 27 Jahren ab. Der Ort und die Region verdanken ihr den Erhalt eines wahren Kleinods.
Ohne Ehrenamtliche läuft nichts. Zu diesen Menschen darf sich auch Rita Neininger zählen. Sie hat fast drei Jahrzehnte in aller Stille ihre Zeit unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. 27 Jahre kümmerte sie sich, auch mit Unterstützung der Burgwald-Nachbarschaft, um ein Kleinod, von dessen Existenz bestimmt viele jüngere Wolterdinger Bürger überhaupt nichts wissen. Kein Wegweiser macht darauf aufmerksam. Es handelt sich um die Mariengrotte, die an einem beschaulichen Plätzchen "Auf der Burg" liegt, im Winkel der Gemeindeverbindungsstraße, die nach Hubertshofen abzweigt. Doch zum einen altersbedingt und aktuell auch aus gesundheitlichen Gründen gibt Rita Neininger nun die Pflege in andere Hände.
Die Mariengrotte in Wolterdingen wurde fast drei Jahrzehnte von Rita Neininger (rechts mit Gehhilfe) gepflegt. Nun obliegt diese Aufgabe (von links) Ramona Vogelbacher, Theresia Käfer, Monika Cavcic und Andrea Demond
Vorübergehend hat sich das Maiandachtsteam mit Andrea Demond, Monika Cavcic, Theresia Käfer und Ramona Vogelbacher bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Aber es wäre schön, wenn wieder jemand aus dem Burgwald die Oberaufsicht haben würde. Schon wegen der Wegstrecke, meint Rita Neininger. Die Initiative zum Bau der Mariengrotte ging von Pfarrer Johann Buchdunger aus, der von 1955 bis 1964 in Wolterdingen weilte. Er organisierte auch Pilgerfahrten nach Lourdes. Doch vielen Wolterdingern blieb der Wunsch zur Teilnahme aus finanziellen Gründen versagt. Vor diesem Hintergrund entstand genau an der Stelle, wo im Februar 1945 bei einem Jagdbomberangriff zwei Frauen und zwei Kinder ums Leben kamen, eine Stätte der Marienverehrung. Vor 55 Jahren wurde die Grotte eingeweiht und hat in dieser Zeit viele Stürme überlebt. Auch Sturm Lothar, der am Stephanstag 1999 über ganz Süddeutschland hinwegrauschte, ließ zwar in nächster Nähe Bäume fallen, aber Maria trotzte der Gewalt und blieb verschont. Es habe sogar noch eine kleine Kerze gebrannt als alles vorüber war, erzählt Rita Neininger. Maiandachten Bis heute werden an diesem Kleinod, welches das ganze Jahr über gepflegt wird, und jetzt auch gut über einen Rundweg mit dem Rad angefahren werden kann, noch Maiandachten abgehalten. Diese finden bei guter Witterung immer freitags, ab 18.30 Uhr, statt, und dauern etwa 30 Minuten. Hierzu ist die Bevölkerung aus der ganzen Umgebung eingeladen.
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